Wiki & Howto
Für tiefere Einblicke in die Materie der Panoramafotografie stellen wir Ihnen in der Kategorie "Wiki"
weitere Informationen zur Verfügung.
Entstehung einer Virtuellen Tour
Aufnahme & Hardware
Panoramafotos bestehen aus mehreren „zusammengenähten“ Bildern. Die Anzahl der Bildern hängt vom Objektiv und der Auflösung ab.
Zum Aufnehmen sphärischer Panoramen wird spezielle Hardware benötigt:
- Kamera
– In den meisten Fällen werden Spiegelreflexkameras benutzt, weil man hier Blende, Belichtungszeit, Weißabgleich, Schärfe und Entfernung manuell einstellen kann.
- Objektiv
- Für Innenaufnahmen wird gewöhnlich entweder ein Weitwinkelobjektiv (Tele) oder ein Fischaugenobjektiv (Fisheye) benutzt, wobei man mit Weitwinkelobjektiven
für ein sphärisches Panorama ca 30 Bilder benötigt, beim Fischauge dagegen nur ca. 2-5 plus 3 Bilder für die Stativretusche. Es gibt auch so genannte Gigapixel-Panoramen,
die aus mehreren hundert bis tausend Bildern zusammengesetzt sind und mit dem Teleobjektiv aufgenommen werden.
- Stativ und Panoramakopf
– bei Erstellung des Panoramas ist sehr wichtig den Nodalpunkt zu ermitteln, das geschieht mit Hilfe des Panoramakopfes. Um diesen Punkt soll sich die Kamera drehen,
um eine Verschiebung des Vordergrunds gegen den Hintergrund zu verhindern (Parallaxenfehler).
Innenaufnahmen werden meisten wegen der schwierigen Belichtungssituation in 3 Belichtungsreihen aufgenommen (Bracketing) - Normal, zwei Blenden unter- und zwei Blenden überbelichtet.
Diese werden dann zu einem Bild vereint (HDR oder Fusion). Damit verhindert man das Ausfressen des Lichts in Fensternähe (weiße Flächen ohne Zeichnung)
und das Absaufen der Schatten (schwarze Löcher).
Produktion & Reihenfolge
Es gibt mehrere Verfahren wie man die Bilder bearbeitet. Ich nenne mal alle Schritte, da es individuell ist, in welcher Reihenfolge und mit welchem Programm man es macht.
- HDR oder Fusion – von 3 unterschiedlich belichteten Bildern wird ein Bild erstellt.
- Stativretusche – mit der Hilfe eines Bildbearbeitungsprogramms wird das Stativ wie auch Schatten des Fotografs usw. wegretuschiert.
Hier kann man auch sogenannte Geisterbilder entfernen (wenn z.B. ein Mensch öfter in einem Panorama vorkommt).
- Stitching – das exakte „Zusammennähen“ der einzelnen Bilder zu einem Panorama.
- Fotooptimierung – Farb- und Tonwertkorrekturen werden vorgenommen und die Größe des Panoramas angepasst.
Interaktive Darstellung
Bei diesem Schritt wird aus einem Panorama (Bilddatei) eine Web-Präsentation erstellt. Eine Virtuelle Tour mit Hotspots programmiert, Bildergalerie, Grundriss,
Nadirlogo oder Hintergrundmusik (je nach Kundenwunsch). Alles wird hier eingebunden und für die fertige Ausgabe vorbereitet.